Kunst mit demenzkranken Menschen

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Kunst & Erinnerungspflege

Atelier für Kunst + Gesundheit

Ellerstraße 67, 53119 Bonn
 

Ansprechpartner für das Angebot

Frau Kunsttherapeutin Elisabeth Brakel (Leiterin)
Tel: 0228-422 17 67 oder 0178-478 22 38 · Fax: 0228-422 17 66

Konzept 

Mein Konzept der Kunsttherapie mit dementen Menschen soll dazu beitragen, die von Verlusten geprägte Situation mit auffangen zu helfen, die Lebensfreude, die Lebenskräfte, auch die Kraft zur Orientierung möglichst lange zu erhalten, zu stärken und immer wieder der Depression, dem Verfall und dem Abbau entgegenzuwirken. Die Kunsttherapie erreicht den dementen Menschen auf der emotionalen Ebene. Hier kann er seinen Gefühlen und seinen Erinnerungen Ausdruck verleihen. Viele Patienten beginnen mit fortschreitender Krankheit sich zurückzuziehen. Sie hören auf zu sprechen, da sie merken, dass sie sich nicht mehr so gut ausdrücken können und dass ihnen immer häufiger die Worte fehlen. Mit der Kunsttherapie biete ich eine Form der Kommunikation jenseits des Verbalen. Kunsttherapie ist eine Möglichkeit in Bildern auszudrücken, was oft nicht in Worte zu fassen ist. Ziele der Kunsttherapie mit Dementen: •Verbesserung der Pflegebedürftigkeit. •Erhalt der Alltagsfähigkeit •Möglichkeiten der kommunikativen Begegnung zwischen Betroffenen und Begleitenden. •Förderung der kognitiven Fähigkeiten •Ausdrucksmöglichkeit für Erinnerungen und Gefühle. •Förderung der Konzentration •Stabilisierung der Persönlichkeit •Stärkung des Selbstvertrauens •Förderung des Gleichgewichtsempfinden •Und, es soll Freude machen und den Menschen neuen Lebensmut geben. Ich arbeite in erster Linie mit Aquarell- und Guachefarben und mit Ton. Je nach Individualität und Fähigkeit des Patienten wird auch gedruckt, gestempelt oder mit Holz gebaut und geklebt. Bei der Specksteinbearbeitung hat der Patient direkt einen sinnlich wahrnehmbaren Gegenstand vor sich. Dies ist besonders hilfreich, bei Patienten die Halt brauchen und z.B. vor einem leeren Blatt Papier verzweifeln würden. Formenzeichnen fördert speziell das Gleichgewichtsempfinden (wichtig bei Parkinsonpatienten)und die Konzentration. Das plastische Gestalten mit angewärmten Ton oder Bienenwachs regt die Phantasie an und unterstützt beim Patienten die Orientierung im Raum.

Angebot 

Die Kunsttherapie eignet ist nicht nur für Patienten die einen künstlerischen Hintergrund haben, sondern kann für jeden Patienten eine Möglichkeit sein, inmitten der voranschreitenden Defizite, Verunsicherungen und Ängste nicht unterzugehen, sondern stille Plätze und Orte zu finden, an denen sich - wenn auch nur für kurze Zeit - unbeschwert leben lässt. Innerhalb des künstlerischen Prozesses werden die Patienten nicht mit Dinge konfrontiert, die sie nicht mehr können, sondern die Arbeit gibt dem, was sie noch können, Raum. In der Anfangsphase der Erkrankung liegt der Fokus auf der Erhaltung von Ressourcen, um das Fortschreiten der Krankheit so lange wie möglich aufzuhalten. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Patient über die Kunst seiner spezifischen Individualität, seinen Emotionen und Erinnerungen Ausdruck verleihen. Die Art der künstlerischen Arbeit hängt stark vom Grad der dementen Beeinträchtigung der Menschen ab. Den oft sehr unterschiedlichen Bedürfnissen steht in meinem Atelier ein vielfältiges Angebot an künstlerischen Mitteln zur Verfügung. siehe oben.

Zielgruppe 

Menschen mit altersspezifischen Erkrankungen wie Demenz, Parkinson, Depression.

Öffnungszeiten 

nach Bedarf

Angaben zum Anbieter:

Atelier für Kunst + Gesundheit

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Ellerstraße 67, 53119 Bonn
Frau Kunsttherapeutin Elisabeth Brakel
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