Ursachen einer Demenz

In der Forschung werden insbesondere zwei Ursachen speziell für die Alzheimer-Demenz vermutet: Zum einen findet man vielfach Eiweißablagerungen (Amyloid) und fadenförmige Zellbestandteile (neurofibrilläre Bündel) im Gehirn von Menschen mit Demenz. Ob diese jedoch wirklich die Ursache sind, ist bis heute nicht bewiesen.
 

Demenziell erkrankte Frau
Copyright: Claudia Thoelen

Die zweite häufig genannte Ursache sind Stoffwechselstörungen der Nervenzellen im Gehirn. Oft ist etwa im Gehirngewebe von Menschen mit der Alzheimerkrankheit der Botenstoff Acetylcholin deutlich vermindert. Diese Substanz ist für das Speichern von Informationen unverzichtbar. Auch dies wird derzeit intensiv erforscht.

Eine weitere Ursache für die Entwicklung einer Demenz: Durchblutungsstörungen im Gehirn – etwa durch einen Schlaganfall oder durch Arteriosklerose – können für die typischen Symptome wie Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit verantwortlich sein. Diese Gruppe von Demenzerkrankungen wird auch als „vaskuläre Demenzen“ bezeichnet.

Schließlich gibt es auch eine Reihe von Ursachen, die man beheben kann, in dem man eine ganz andere Erkrankung behandelt oder einen Mangelzustand behebt. So kann beispielsweise ein Vitamin- oder Flüssigkeitsmangel bei älteren Menschen zu Beschwerden führen, die einer Demenzerkrankung ähneln. Aber auch bestimmte Medikamente oder eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse können bei der Entwicklung einer Demenz eine Rolle spielen. Wenn man solche Bedingungen rechtzeitig behebt, kann man die Entwicklung einer Demenz umkehren.

Weitere Informationen zu Ursachen der Alzheimer-Demenz finden Sie im Wegweiser Demenz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.