Neue Übersicht der DGG-Arbeitsgruppe Demenz: Spezialstationen für Patienten mit kognitiver Einschränkung

Informations- und Koordinierungsstelle der LID NRW - am 5. Feb 2019

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V.

Die Behandlung von Menschen mit Demenz stellt die Krankenhäuser vor eine besondere Herausforderung: Die Patienten bedürfen einer intensiven, fachgerechten Pflege, um einer Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und der allgemeinen Gesundheit sowie der Entwicklung eines akuten Delirs während des Krankenhausaufenthaltes vorzubeugen. „Die Anzahl von älteren Patienten mit kognitiver Einschränkung nimmt deutlich zu“, sagt Dr. Tania Zieschang, Leiterin der Arbeitsgruppe Demenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). „Um eine gute Versorgung dieser Patienten zu gewährleisten, müssen sich Krankenhausstrukturen in der Breite verändern.“ Geschaffen wurden dafür spezielle „Special Care Units“ in bislang 44 deutschen Krankenhäusern. Die Arbeitsgruppe hat dafür eine detaillierte Übersicht zu allen Spezialstationen zusammengestellt.

Die „Special Care Units“ sind besonders auf die Behandlung kognitiv eingeschränkter geriatrischer Patienten mit somatischer Akuterkrankung eingerichtet. Sie zeichnen sich durch separate Räume aus, die wohnlich eingerichtet sind, und durch geschultes Personal, welches die Bedürfnisse der Patienten auch unter Berücksichtigung geriatrischer Besonderheiten im Blick hat. Erste Studien haben bereits bewiesen, dass Patienten in solchen spezialisierten Stationen besser aufgehoben sind – der Einsatz antipsychotischer Medikamente ist geringer, Fixierungen und Verlegungen in die Gerontopsychiatrie können vermieden werden, bei Entlassung ist die Mobilität besser und Verhaltensauffälligkeiten reduziert.

Die offizielle Meldung der DGG mit weiteren Informationen, wie der Übersicht zu allen Spezialstationen finden Sie unter www.dggeriatrie.de