EU-Projekt AETIONOMY - Alzheimer präventiv therapieren

Informations- und Koordinierungsstelle der LID NRW - am 4. Jun 2018

Die Diagnose Alzheimer ist für Betroffene verheerend. Denn nach wie vor ist die Demenzerkrankung unheilbar. Hundert Jahre, nachdem Alois Alzheimer sie erstmals beschrieb, gibt es weder einen Wirkstoff, noch sind die Ursachen für die schweren Schädigungen des Gehirns wirklich verstanden. Das EU-Projekt AETIONOMY könnte für einen Durchbruch in der Forschung sorgen: Fraunhofer-Wissenschaftler arbeiten gemeinsam mit Partnern daran, frühe Krankheitsmechanismen zu identifizieren. Modellbasierte und Big Data-Ansätze sollen die Ursachenforschung vorantreiben.

Immer mehr Menschen leiden in der älter werdenden Gesellschaft an einer Demenz. Weltweit sind etwa 46 Millionen betroffen, Schätzungen zufolge wird diese Zahl bis 2050 auf rund 131 Millionen steigen. Zu den häufigsten Erkrankungsformen zählen Alzheimer und Parkinson, beide Erkrankungen sind noch immer unheilbar. Verfügbare Medikamente lindern bestenfalls die Symptome – den langsamen Verfall des Gehirns stoppen sie nicht. Für die Pharmaindustrie sind neurodegenerative Erkrankungen ein hoch relevantes, aber zugleich riskantes Forschungsgebiet. Bislang wurden viele Milliarden von Euro in die Forschung gesteckt. Die Bemühungen, ein wirksames Medikament gegen den Erinnerungsverlust zu entwickeln, blieben jedoch ohne Erfolg. Vielversprechende Substanzen fielen  regelmäßig in den finalen klinischen Studien (Phase III) durch.

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