DeMigranz Auftaktveranstaltung am 6.3.2018

Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte - am 11. Mär 2018

DeMigranz am 6.3.18, ( im Bild von links: Klaus Besselmann, Anna Hindemith, Ayse Kus, Peter Wißmann, Gamze Keser, Heinz Lübke)

Am 6.3.2018 erfolgte die Auftaktveranstaltung des Projektes DeMigranz. Dieses Projekt wird gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und koordiniert durch die Demenz Support Stuttgart gGmbH in Kooperation mit dem Demenz-Servicezentrum (DSZ) NRW für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Das gesamte Team des Demenz-Servicezentrums NRW mit Klaus Besselmann der IKL LID reiste nach Berlin, um gemeinsam die Strukturen und Tätigkeitsfelder der Landesinitiative Demenz-Service NRW zu präsentieren, aber auch neue Impulse und Ideen der Nachbarbundesländer im informativem Dialog für sich zu gewinnen. 

Mit dem Projekt DeMigranz wird das Ziel verfolgt, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und Migrationshintergrund auf  bundesweiter Ebene zu verbessern. Konkret soll erreicht werden, dass in Deutschland lebende Betroffene und ihre Familien besser über das Thema Demenz informiert sind, Zugang zu Unterstützungsangeboten finden und diese nutzen. Es gibt inzwischen einzelne Informations- und Beratungsstellen, diese sind jedoch oft lokal begrenzt. Es liegen auch Informationsmaterialien in unterschiedlichen Sprachen vor, welche aber noch nicht im vollen Umfang genutzt werden.
 
Mit dem Projekt DeMigranz soll ein bundesweites Netzwerk erschaffen werden, um die Expertise und thematische Erfahrung im Bereich Demenz und Migration zu vereinen. In einem mehrjährigen Prozess will das Projekt DeMigranz Akteure und Netzwerke aus Politik und Praxis zusammenbringen, damit sich dauerhafte Beratungs- und Informationsangebote entwickeln und eine bundesweite Vernetzung möglich wird.
 

Seit 2004 sind in NRW diese Versorgungsstrukturen mit der Gründung der Landesinitiative Demenz-Service NRW möglich. Im Jahr 2007 wurde auch das Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in das Projekt Demenz-Service NRW mit aufgenommen, welches damals aus einem Vorläuferprojekt der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW stammt und die Aufgabe hatte, Beratungs-.und Unterstützungsangebote für die Zielgruppe dementiell erkrankter MigrantInnen zu entwickeln. Die Landesinitiative Demenz-Service NRW und das Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte werden gefördert vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein- Westfalen und den Landesverbänden in Pflegekassen in NRW. 

Das Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, welches bis jetzt ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal hat, ist mit dem thematischen Auftrag Demenz & Migration für ganz NRW zuständig und freut sich, nun seine langjährige thematische Erfahrung und Expertise im Projekt DeMigranz mit weiteren Akteuren zu teilen und neue Impulse zu gewinnen.