Demenzprävention: Wie wirkt Sport im Gehirn? - Neue Studienerkentnisse

Informations- und Koordinierungsstelle der LID NRW - am 24. Jul 2017

Sport verbessert die Denkleistung im Alter. Diese Erkenntnisse haben viele Studien bereits gezeigt. Bisher war jedoch unklar, wie der Sport im Gehirn wirkt. Jetzt haben Forscher der Goethe-Universität Frankfurt in der SMART- Studie,gefördert durch die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, die Cronstetten Stiftung und die Familie Schambach Stiftung, neue Erkenntnisse gewonnen. In einer der weltweit ersten Studien haben sie geklärt, wie sich Sport auf den Gehirnstoffwechsel auswirkt.

Um den derzeitigen Wissensstand zum positiven Einfluss von Bewegung auf das Gehirn zu erweitern, haben Alternsforscher und Sportmediziner an der Goethe-Universität eine randomisierte und kontrollierte Studie durchgeführt. Dabei haben sie die Effekte von regelmäßiger Bewegung auf den Gehirnstoffwechsel und das Gedächtnis untersucht. Die insgesaqmt 60 Studienteilnehmer waren zwischen 65 und 85 Jahre alt. Das Fazit: Regelmäßiger Sport steigert nicht nur die Fitness, sondern wirkt sich auch positiv auf den Gehirnstoffwechsel aus.

Vor Beginn des gezielten Sportprogrammes wurden alle Teilnehmer sportmedizinisch und neuropsychologisch untersucht. Nach den 12 Wochen des Sportprogrammes fanden diese Untersuchungen erneut statt. Diese Ergebnisse führten schließlich zu neuen Erkenntnissen: Das Training verhinderte den Anstieg von dem Stoffwechselprodukt Cholin: Die Konzentration dieses Stoffwechselprodukts steigt häufig durch den vermehrten Untergang von Nervenzellen an, wie er beispielsweise bei der Alzheimer Demenz auftritt. Durch das Training konnte die Cholinkonzentration im Gehirn der Probanden konstant gehalten werden, während sie bei der Kontrollgruppe anstieg. Auch die Fitness der Teilnehmer wurde deutlich verbessert, wie sich an der gesteigerten Herzleistung ablesen ließ.

Weitere Informationen zum Ablauf, Durchführung und den Hintergründen der Studie finden Sie unter den folgenden Links:

Pressemitteilung Goethe-Universität Frankfurt

Veröffentlichung der SMART Studie