Studienergebnis: Demenz als Haupttodesursache für Menschen mit Down-Syndrom

Informations- und Koordinierungsstelle der LID NRW - am 18. Dez 2018

In einer Kohortenstudie fanden britische Forscher des King’s College in London heraus, dass die grundsätzlich gestiegene Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom heute vor allem durch die Erkrankung an einer Demenz begrenzt ist. So wird als Todesursache bei Patienten mit Trisomie 21 im Gegensatz zur Allgemeinbevölkerung rund 20-mal so häufig Demenz angegeben. Darüber hinaus tritt eine Demenz mit einem durchschnittlichen Alter von 55 Jahren auch deutlich früher auf.

Mit Verweis auf bisherige Untersuchungen geben die Forscher für Menschen über 65 Jahre mit Down-Syndrom eine Rate von rund 90% Demenzerkrankungen an. Grund für das hohe Risiko an einer Demenz zu erkranken scheint primär eine erhöhte Beta-Amyloid Produktion zu sein: das Gen für das Amyloid-Vorläufer Protein (APP) befindet sich auf Chromosom 21.

Weitere Informationen zu der Studie erhalten Sie auf dem Internetauftritt der Ärzte Zeitung . Die Ergebnisse der Studie auf Englisch finden Sie auf der Website des Fachjournal JAMA Neurology .

Darüber hinaus bietet Ihnen der Internetauftritt des Netzwerks NRW Demenz und Behinderung der Landesinitiative Demenz-Service NRW weitere allgemeine Informationen zu dem Querschnittsthema.