Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW

 
Kontakt
LAG Wohnberatung NRW
Postanschrift:
Verein für Gemeinwesen- und Sozialarbeit Kreuzviertel e.V.
Kreuzstraße 61
44139 Dortmund
Website: www.wohnberatungsstellen.de

Ansprechpartnerinnen / Sprecherinnen
Iris Lehmann (Tel: 0 23 04 / 93 93 91, Fax: 0 23 04 / 93 93 99; E-Mail)
Susanne Tyll  (Tel: 0 21 51/ 4 61 58, Fax: 0 21 51/47 28 62, E-Mail)
 

Ziele der Landesarbeitsgemeinschaft

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Wohnberatung NRW wurde im Mai 1999 in Dortmund gegründet. Zu ihr gehören als Mitglieder und kooperierende Organisationen über 90 Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Mitglieder sind Beratungsstellen für alters- und behindertengerechtes Wohnen. Zur Mitgliedschaft gehören auch das Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe in Wetter, das Deutsche Zentrum für Gerontotechnik (GGT) in Iserlohn, das Technologiezentrum Holzwirtschaft In Dortmund und die kirchliche Initiative "Senioren helfen Senioren" aus Breckerfeld.

Sie will den Informationsaustausch zwischen den Beratungsstellen fördern und ihre gemeinsame politische Interessenvertretung stärken. Darüber hinaus trägt die LAG Wohnberatung dazu bei, die Angebote der Wohnberatungsstellen auch bei Menschen mit Demenz und ihren Familien - nicht zuletzt durch intensive Öffentlichkeitsarbeit - bekannt zu machen. Dies geschieht insbesondere durch eine laufend aktualisierte Übersicht und Karte , Präsenz auf Tagungen und Messen (insbesondere mit eigenem Stand bei der REHA CARE jährlich seit 1999) sowie der jeweils zu diesem Termin aktualisierten kostenlosen Broschüre "Wohnberatung in Nordrhein-Westfalen" (gegen Portoerstattung von € 1,45 in Briefmarken). Die Broschüre enthält die Adressen aller aktuell über 100 Wohnberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen und zusätzliche fachliche und politische Informationen. Zu Unfallgefahren und Unfallvermeidung gibt es auch eine zehnteilige Postkartenserie in einer Auflage von ca. 200 000 Exemplaren und fünf Plakatmotive.
Der Landesarbeitsgemeinschaft gehören Beratungsstellen an, die über alters- und behindertengerechtes Wohnen informieren. Träger der Beratungsstellen sind Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände, der Kreise und Kommunen und der Wohnungswirtschaft.


Hier finden Sie weitere Informationen zur LAG Wohnberatung .

Gegenstand der Wohnberatung

Die meisten Menschen mit Demenz leben zu Hause und werden dort von ihren Angehörigen gepflegt. Die Gestaltung der häuslichen Wohnsituation ist deshalb mit ausschlaggebend für die Lebensqualität dieser Menschen und den Familien, in denen sie leben.


Eine Wohnraumberatung kann auch Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen helfen,

  • zusätzliche Orientierungspunkte innerhalb der Wohnung zu schaffen und
  • die unmittelbare Sicherheit für den Betroffenen und seine Mitbewohner/innen zu erhöhen.


In allen Wohn- und Lebensbereichen können Orientierungspunkte durch Beleuchtung, Farbe und Einrichtungsgegenstände geschaffen werden, die Menschen mit Demenz helfen können, sich besser zurechtzufinden und die zu einem möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung beitragen können.
Darüber hinaus können durch weitere Maßnahmen die Selbstgefährdung von Menschen mit Demenz reduziert werden. Hierzu zählen z.B.

  • Herdsicherungen mit automatischer Abschaltung,
  • das Entfernen von Hindernissen innerhalb und außerhalb der Wohnung oder des Hauses,
  • Anpassungen von Bad, WC und des Mobiliars (z.B. des Bettes).


Seit Ende der 80er Jahre gibt es in NRW Wohnberatungsstellen. Von den aktuell 128 Wohnberatungsstellen wurden bis Juni 2009 35 durch das Modellprojekt des Sozialministeriums NRW „Wohnberatung für Bürgerinnen und Bürger in NRW" - teilweise auch mit finanzieller Unterstützung der Landesverbände der Pflegekassen und der jeweiligen Kommunen und Kreise finanziert. Diese beraten auch Menschen mit Demenz in ihrer eigenen Häuslichkeit.

Die Wohnberatungsstellen in NRW

  • beraten ältere, hilfebedürftige, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Demenz und Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in NRW individuell über Formen und Möglichkeiten barrierefreien/-armen Wohnens und von Maßnahmen der Wohnungsanpassung und der Quartiersanpassung
  • beraten zu allen Fragen des Wohnens im Alter
  • informieren die Öffentlichkeit über barrierearmes bzw. barrierefreies Wohnen und Maßnahmen der Wohnungsanpassung
  • stehen Fachkräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich der sozialen Arbeit, der kommunalen Verwaltung, der Sozialversicherungsträger, der Wohnungswirtschaft, Architekten, Handwerkern etc. als kompetente Ansprechpartner/innen zur Verfügung,
  • leisten Vermittlungs- und Vernetzungsarbeit innerhalb des sozialpflegerischen Netzes vor Ort.

Die Arbeit von 50 der 128 Wohnberatungsstellen wird seit Juni 2009 auch im Hinblick auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen von den Landesverbänden der Pflegekassen in Nordrhein-Westfalen und den Kreisen und kreisfreien Städten finanziell gefördert.