Dialog- und Transferzentrum Demenz

Mitarbeitende

 

Arbeitskonzept

Im Jahr 2005 wurde das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) seitens des Pflegeministeriums NRW und der Landesverbände der Pflegekassen als eine Säule der 2004 gegründeten „Landesinitiative Demenz Service NRW“ mit dem Auftrag des Wissenstransfers zwischen Demenzforschung und versorgender Praxis beauftragt. Es ist inneruniversitär am Department für Pflegewissenschaft (Fakultät für Gesundheit) der Privaten Universität Witten/Herdecke verankert.

Der Erkenntnis folgend, dass praxisrelevante wissenschaftliche Ergebnisse die Praxis meist nur marginal erreichen, entwickelt das DZD seit 2005 Transferkonzepte und wendet diese zur Verminderung der Lücke zwischen Forschung und Praxis an. Das Dialogzentrum geht im Rahmen seiner Förderung mit verschiedenen analogen und digitalen Transferformaten sowie der Digitalisierung und digitalen Verbreitung bislang analoger Transferprodukte neue Wege des Transfers und des Austausches mit der interessierten Bevölkerung und der Wissenschaft. Die Nutzung bekannter und die Entwicklung neuer Formate sowie die Sammlung transferierter Inhalte mit darauf rückgespiegeltem Praxiswissens auf den social-media-Kanälen des DZD machen die Informationsplattformen des DZD zu einem ständig wachsenden Wissensmagazin rund um verschiedene Themen der Versorgung von Menschen mit Demenz. Dieses ist für alle Interessierten kostenfrei abrufbar. Entscheidend ist, dass dieses Wissensmagazin durch die Moderation des DZD mit dem kollektiven Wissen der Gesellschaft interagiert. Die Aufhebung der Idee alleiniger Expertise auf Seiten der Wissenschaft hin zu einem Dialog auf Augenhöhe zwischen Forschung und Praxis macht die Herangehensweise des DZD einzigartig. Basis der Arbeit des DZD ist die Grundannahme, dass einem „entweder-oder“ von Forschung und Praxis sowie von analoger und digitaler Wissensvermittlung ein „sowohl – als auch“ hin zu einem „Miteinander“ entgegengesetzt werden muss.


Das Vorgehen

Jedwede Aktivität des DZD beginnt mit der Identifizierung eines praxisrelevanten Themas im Bereich der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung. Diese Themen werden entweder von Bürgern unserer Gesellschaft (auch von Demenzbetroffenen selbst), professionell Pflegenden, Organisationen, seitens der Forschung, den Demenz-Servicezentren oder den Förderern des DZD aus Politik und Pflegekassen über verschiedenste DZD-Kanäle an das Team adressiert. Zudem platzieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dialogzentrums nach Diskussionen im multidisziplinären Team nebst externen Beratern selbst Themen, von den sie überzeugt sind, dass diese eine hohe Relevanz in der Praxis besitzen. Zu jedem Thema versucht das DZD zunächst den „state-of-the-art“ aus der Forschung zu eruieren. Dieser Forschungsstand wird auf verschiedenste Weise zusammengefasst und der Öffentlichkeit kostenlos und niedrigschwellig in Sprache und Transferweg zur Verfügung und zur Diskussion gestellt. Dies geschieht beispielsweise durch den DZD-eigenen Forschungsnewsletter ( http://dzd.blog.uni-wh.de/category/forschungsnewsletter ), durch selbstproduzierte Videos, Vorträge oder in Gremien und/oder Beiräten sowie Print- und/oder Onlinepublikation. Die Reaktionen (direkt persönlich, postalisch, per E-Mail oder über die social-media-Kanäle des DZD) auf diese zielgruppenadäquaten Transfers werden wiederum in der Folge vom DZD in unterschiedlicher Weise zusammengefasst und sowohl an die Forschung als auch an die Praxis rückgespiegelt. Zudem werden die Reaktionen beispielsweise mit seitens des DZD geführten Experteninterviews zu bestimmten angrenzenden Fragestellungen in der Folge ergänzt. Darauf gibt es wiederum seitens der Forschung und Praxis Ergänzungen, Diskussionen und unter Umständen neue Aspekte, die sich eventuell für Studien eignen. Die Diskussion um ein Thema der Versorgung endet auf diese Weise niemals, denn eine „Datensättigung“ wäre erst erreicht, wenn es keine Fragen und/oder Anregungen zu dem jeweiligen Thema gäbe. Das DZD schafft so ein für jeden Interessierten nachvollziehbares und themenzentriertes Wissensmagazin, welches im Sinne eines kollektiven Wissensfundus unserer Gesellschaft beständig erweitert, kommentiert und seitens Forschung und Praxis bezüglich seiner Relevanz und Güte validiert wird. Dieses fortlaufende Magazin wird über die unterschiedlichsten Transferkanäle des DZD verbreitet und moderiert.

    Im Rahmen des beauftragten Wissenstransfers für die Landesinitiative Demenz-Service NRW bilden folgende Tätigkeitsbereiche die Schwerpunkte der Arbeit des Dialogzentrums:

      1.  Recherche und Vermittlung  internationaler Erkenntnisse zur Versorgung Demenzerkrankter
      2.  Entwicklung und Durchführung von Transferkonzepten
      3.  Mitarbeit in Gremien und Arbeitsgruppen der Landesinitiative
      4. Unterstützung der Demenz-Servicezentren mit wissenschaftlichem themenbezogenem Input
      5.  Dialog- und Transfer-Veranstaltungen
      6. Zielgruppengerechte Publikationen
      7.  Mitarbeit bei der Entwicklung und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen
      8. Gremien- und Netzwerktätigkeit

      Im Jahr 2013 wurde das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) für sein Konzept des Wissenstransfers mit dem Agnes-Karll-Preis des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) für besonders innovative Projekte ausgezeichnet.


      Kontakt

      Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD)
      Fakultät für Gesundheit
      Universität Witten/Herdecke
      Stockumer Str. 10
      58453 Witten
      tel.: ++49 (0) 2302 926306
      fax: ++49 (0) 2302 926310
      e-mail: dialogzentrum@uni-wh.de

      Social Media:
      web: www.dialogzentrum-demenz.de
      youtube: https://www.youtube.com/user/DialogzentrumDemenz
      facebook: https://www.facebook.com/DialogzentrumDemenz
      twitter: https://twitter.com/DemenzDialog