Demenzformen und ihre Ursachen

Demenz ist ein Syndrom, verursacht durch verschiedene Erkrankungen bei denen Störungen und Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten – Wahrnehmen, Denken und Erinnern – auftreten. In diesem Artikel werden die Formen des Demenz-Syndroms und ihre Ursachen, sowie gezielte und kurze Hinweise zur Diagnose und Behandlung vorgestellt.

Wer sich darüber hinaus aus fachlicher Perspektive näher mit dem Thema Demenzformen befassen möchte, findet im Katalog der ICD 10 diverse mögliche Formen und Ursachen für eine Demenz. ICD  steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“. Im Deutschen spricht man von der „Internationalen Klassifikation der Krankheiten und Gesundheitsprobleme“. Die „10“ steht für die 10. Auflage. Zuständig für die Entwicklung und Überarbeitung der Kriterien ist die World Health Organisation bzw. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die ICD Klassifikation hat für alle Mitgliedsstaaten der WHO Gültigkeit. Die verschiedenen Formen einer Demenz findet man in den folgenden beiden Kapiteln des ICD 10 Kataloges: Kapitel V „Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99)“ unter dem Punkt „Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen (F00-F09)“ sowie im Kapitel VI „Krankheiten des Nervensystems (G00-G99)“ unter dem Punkt „Sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems (G30-G32)“.  Eine detaillierte Übersicht der ICD-10 Klassifizierungen über die Demenzformen findet man zum Beispiel auf der Internetseite vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).

Alzheimer Demenz

Die Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) ist die bekannteste Form.

Ursache:  Durch verschiedene Prozesse sterben die Nervenzellen ab. Hierbei spielen zwei Eiweiße eine besondere Rolle. Das sogenannte β-Amyloid lagert sich als Plaque außen an der Nervenzellen ab. Innerhalb der Nervenzelle bilden sich sogenannte Neurofibrillenbündel, fadenförmige Zellbestandteile, aus einem Eiweiß namens Tau. Diese Veränderungen im Gehirn führen dazu, dass der Nervenbotenstoff Acetycolin stark vermindert ist. Es kommt zu einer Störung der Informationsweiterleitung.

Symptome: Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, haben vor allem Probleme mit dem  Gedächtnis und bei der Orientierung. Es fällt ihnen immer schwerer, den Alltag zu bewältigen, da sie verstärkt Schwierigkeiten beim logischen Denken haben. Auch die Fähigkeit, sich ein sinnvolles Urteil über einen Sachverhalt oder eine Situation zu bilden, geht bei ihnen mit der Zeit verloren. Damit sind die Betroffenen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Im späten Stadium erkennen Menschen mit Alzheimer-Demenz häufig selbst ihre engsten Angehörigen nicht mehr.

Diagnostik: Die Diagnostik sollte so früh wie möglich erfolgen. Nur ein Arzt ist berechtigt die Diagnose „Demenz-Syndrom“ zu stellen. Die Symptome der kognitiven Defizite können neben einer Alzheimer Demenz auch viele andere Ursachen haben, sodass eine diagnostische Abklärung beim Arzt immer ratsam ist. Bei Verdacht auf eine Alzheimer-Demenz wird im Regelfall eine Blutuntersuchung, ein MRT oder CT und ggf. auch eine Liquorpunktion durchgeführt.

Behandlung: Zur Behandlung des Abbaus der geistigen Leistungsfähigkeit werden bei der Alzheimer-Demenz in erster Linie sogenannte „Antidementiva“ eingesetzt. Diese Medikamente können ein Fortschreiten der Alzheimer-Demenz verlangsamen. Unter dem Aspekt „Medikamentöse Behandlung“ finden Sie weitere ausführlichere Informationen und Links zu diesem Thema. Darüber hinaus können Medikamente zur Behandlung von Begleitsymptomen der Alzheimer-Demenz zum Einsatz kommen, sofern nicht-medikamentöse Behandlungsformen keine Wirkung zeigen. Bei der nicht-medikamentösen Behandlung gibt es einige Möglichkeiten, wie Ergo- oder Physiotherapie, die genutzt werden können. Welche im Einzelfall passend ist, sollte gemeinsam mit fachlichem und ärztlichem Rat abgewogen werden.

Umgang:  Für Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, ist es wichtig Wertschätzung zu erfahren. Häufig verbinden Menschen mit Erinnerungen an Ereignisse und Personen aus ihrer früheren Lebensgeschichte angenehme Gedanken  und ein Gefühl von Sicherheit, denn diese Erinnerungen sind auch bei Alzheimer-Betroffenen häufig noch gut erhalten. Mit Biografie-orientierten Ansätzen und einem wertschätzenden Verhalten im Umgang mit Menschen mit Demenz kann die Lebensqualität der Betroffenen unterstützt und gefördert werden.

Vaskuläre Demenz

Von der Demenzform Vaskuläre Demenz spricht man, wenn das Gehirn nicht ausreichend durchblutet wurde und die Nervenzellen kurzzeitig oder über einen längeren Zeitraum hinweg ungenügend mit Sauerstoff versorgt waren. Durch den Sauerstoffmangel werden Nervenzellen dauerhaft geschädigt.  Allerdings gibt es nicht die eine vaskuläre Demenz, sondern verschiedene Ausprägungen im Krankheitsbild, die sich unter dem Oberbegriff Vaskuläre Demenz sammeln lassen.

Ursache:  Welche vaskuläre Demenz vorliegt, hängt in der Regel von der Ursache ab. Die Schädigung der Nervenzellen kann zum Beispiel durch Mini-Schlaganfälle im Gehirn bedingt sein, die die betroffene Person unter Umständen gar nicht selbst bemerkt hat. Aber auch andere Gefäßveränderungen können die Ursache für eine vaskuläre Demenz sein. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),  ein hoher Cholesterinspiegel (Blutfettwerte), Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen können die Entwicklung dieser Demenzform negativ begünstigen.

Für Fachleute und Demenz-Kenner: Bei der Auswahl der Formen wurde sich an der Klassifizierung der ICD 10 orientiert. Wer sich für eine bestimmte Form der vaskulären Demenz interessiert, findet weitere Informationen zur ICD Klassifizierung auf der Internetseite des „Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).

Symptome: Die Symptome einer Vaskulären Demenz sind, wie bei allen anderen Formen auch, Gedächtnisstörungen. Außerdem können Sprachstörungen, wie Wortfindungs- und Sprachverständnisstörungen und Störungen im Umgang mit Gegenständen vorliegen. Darüber hinaus sind neurologische Auffälligkeiten, ähnlich wie beim Schlaganfall, typische Symptome. Dazu zählen zum Beispiel Störungen des Gangbildes.

Diagnostik: Bei der Diagnostik einer Vaskulären Demenz ist es besonders wichtig die kognitive Beeinträchtigung und den Nachweis über einen Schlaganfall oder einer anderen Hirngefäßerkrankung in der Vorgeschichte mittels MRT oder CCT zu erfassen, da diese sich auf Grund einer Gefäßerkrankung im Gehirn entwickelt.

Behandlung: Durch eine frühzeitige Behandlung der Risikofaktoren lässt sich einer Vaskulären Demenz grundsätzlich vorbeugen oder zumindest das Risiko deutlich minimieren. Darüber hinaus können Medikamente zur Behandlung von Begleitsymptomen zum Einsatz kommen, sofern nicht-medikamentöse Behandlungsformen keine Wirkung zeigen. Im Rahmen der nicht-medikamentösen Behandlung gibt es einige Möglichkeiten, wie zum Beispiel Physiotherapie, die genutzt werden können.

Umgang: Auch für Menschen mit einer Vaskulären Demenz ist es wichtig Wertschätzung zu erfahren. Beim Umgang mit der Krankheit sollte der Fokus vor allem auf eine Minimierung der Risikofaktoren gelegt werden, um das Krankheitsrisiko zu minimieren und den Krankheitsverlauf nach Möglichkeit zu verlangsamen. Gesunde Ernährung und  Bewegung, ein freundlicher und  respektvoller Umgang des sozialen Umfeldes mit dem Betroffenen im Alltag sowie eine Förderung der Selbstständigkeit können helfen mit einer vaskulären Demenz so lange und so gut wie möglich zu leben.

Mischdemenz

Ein Demenz-Syndrom wird als Mischdemenz bezeichnet, wenn sowohl einer Alzheimer-Demenz als auch einer vaskulären Demenz zugrunde liegende Veränderungen auftreten. Diese werden sehr häufig diagnostiziert. Darüber hinaus gibt es jedoch auch noch andere Mischformen der Demenz, wie zum Beispiel die Alzheimer-Demenz zusammen mit der Lewy-Körperchen-Demenz.

Ursache:  Bei einer Mischdemenz tritt in der Regel sowohl ein Abbau der Nervenzellen, bedingt durch die Ursachen einer Alzheimerdemenz, als auch eine gefäßbedingte Schädigung auf. Beide Ursachen führen zu den Symptomen einer Mischdemenz. Bei anderen Formen einer Mischdemenz liegen Ursachen der entsprechenden anderen Demenzformen in gemischter Form vor.

Symptome: Die Symptome der Mischdemenz können sehr vielfältig sein und hängen von der Ursache ab. Bei der häufigsten Mischform von Alzheimer- und vaskulärer Demenz treten entsprechende Symptome dieser beiden Krankheitsbilder auf.  Bei anderen Mischformen, wie der Alzheimer- mit der Lewy-Körperchen-Demenz treten entsprechende Symptome der beiden Krankheitsbilder auf. Die Symptome, die sich schlussendlich bei einem Betroffenen zeigen, können stark variieren und hängen ebenso von den im Gehirn exakt beschädigten Bereichen ab.

Diagnostik: Die Diagnostik sollte so früh wie möglich erfolgen. Nur ein Arzt ist berechtigt, die Diagnose „Demenz-Syndrom“ zu stellen. Die Symptome der kognitiven Defizite können neben einer Alzheimer-Demenz auch viele andere Ursachen haben, sodass eine diagnostische Abklärung beim Arzt immer ratsam ist. Zur Abklärung wird bei Verdacht auf eine Alzheimer-Demenz im Regelfall eine Blutuntersuchung, ein MRT oder CT und ggfs. auch eine Liquorpunktion durchgeführt.

Behandlung: Die Mischdemenz wird meistens wie eine Alzheimer-Demenz behandelt. Zur Behandlung des Abbaus der geistigen Leistungsfähigkeit werden bei der Alzheimer-Demenz in erster Linie so genannte „Antidementiva“ eingesetzt. Diese Medikamente können ein Fortschreiten der Alzheimer-Demenz verlangsamen. Unter dem Aspekt „Medikamentöse Behandlungen“ finden Sie weitere ausführliche Informationen und Links zu diesem Thema. Darüber hinaus können Medikamente zur Behandlung von Begleitsymptomen der Alzheimer-Demenz zum Einsatz kommen, sofern nicht-medikamentöse Behandlungsformen keine Wirkung zeigen. Bei der nicht-medikamentösen Behandlung gibt es einige Möglichkeiten, wie Ergo- oder Physiotherapie, die genutzt werden können. Welche im Einzelfall passend ist, sollte gemeinsam mit den behandelnden Ärzten und gegebenenfalls mit den Therapeuten der nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten abgestimmt werden.

Umgang: Für Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, ist es wichtig, Wertschätzung zu erfahren. Bei Symptomen und Hinweisen auf eine Mischform mit Vaskulärer Demenz sollte der Fokus beim Umgang mit der Krankheit vor allem auf eine Minimierung der Risikofaktoren gelegt werden, um so den Krankheitsverlauf möglichst zu verlangsamen. Gesunde Ernährung und  Bewegung, ein freundlicher und  respektvoller Umgang des sozialen Umfeldes mit dem Betroffenen im Alltag sowie eine Förderung der Selbstständigkeit können helfen. Häufig verbinden Menschen mit Erinnerungen an Ereignisse und Personen aus ihrer früheren Lebensgeschichte angenehme Gedanken  und ein Gefühl von Sicherheit, denn diese Erinnerungen sind auch bei einer Mischdemenz häufig noch gut erhalten. Mit Biografie-orientierten Ansätzen und einem wertschätzenden Verhalten im Umgang mit Menschen mit Demenz kann die Lebensqualität der Betroffenen unterstützt und gefördert werden.

Frontotemporale Demenz

Die Frontotemporale Demenz, auch Pick-Krankheit oder Morbus Pick genannt, kommt zunehmend häufiger vor. Von der Frontotemporalen Demenz sind, anders als bei der Alzheimer-Erkrankung, jüngere Menschen zwischen 50 und 60 Jahre, betroffen.

Ursache:  Bei der Frontotemporalen Demenz gehen Nervenzellen aus dem Stirn- und Schläfenbereich, dem Fronto-Temporal-Lappen des Gehirns, allmählich zugrunde. Dieser Hirnbereich kontrolliert die Gefühle und das erlernte Sozialverhalten.

Symptome: Zu Beginn leiden die Erkrankten nicht unter den typischen Demenz-Anzeichen wie Gedächtniseinbuße und Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Sie fallen eher durch eine Veränderung der Persönlichkeit und des zwischenmenschlichen Verhaltens auf. Typisch sind etwa ungewohnte Aggressivität, Taktlosigkeit oder maßloses Essen; aber auch Teilnahmslosigkeit oder Verwahrlosung.

Diagnostik: Eine Frontotemporale Demenz zu erkennen, ist häufig sehr schwierig. Die Symptome, die sich in der Veränderung der Persönlichkeit zu Beginn der Erkrankung zeigen, werden häufig mit psychischen Störungen wie Depression, Burn-out oder Schizophrenie verwechselt. Bei dieser Demenzform ist eine ausführliche und frühzeitige Diagnostik mit Hilfe verschiedenster Diagnoseverfahren besonders wichtig, da die Krankheit im späten Stadium häufig nicht mehr von einer Alzheimer-Demenz abgegrenzt werden kann. Unter Umständen lässt sich durch bildgebende Verfahren, wie MRT und CT eine Schrumpfung des Stirn- und Schläfenlappens nachweisen. Auch andere gängige Diagnostikverfahren, wie die Liqourpunktion können bei der Diagnostik helfen. Spezifische Blutuntersuchungen für die Frontotemporale Demenz gibt es nicht.

Behandlung: Für die Behandlung der Ursache gibt es keine zielgerichteten Medikamente. Sie  zielt daher vor allem auf die Symptome der Verhaltensauffälligkeiten ab. Mit medikamentöser Behandlung von Antidepressiva zur Antriebssteigerung und Förderung der Ausgeglichenheit, und Neuroleptika bei ausgeprägter Unruhe und Aggressivität, wird versucht die Verhaltensauffälligkeiten ein wenig zu steuern. Möglicherweise können nicht-medikamentöse Maßnahmen helfen. Dies sollte im Einzelfall abgewogen werden.

Umgang: Die Veränderung der Persönlichkeit macht das Erkennen der Erkrankung sehr schwer. Auch für die Angehörigen bedeutet das Zusammenleben eine große Herausforderung und stellt eine enorme Belastung dar. Es ist dennoch wichtig und hilfreich, Symptome und Persönlichkeitsveränderungen ernst zu nehmen und sich frühzeitig ärztlichen Rat zu holen. Ist die Diagnose bekannt, können medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien dazu beitragen, mit der Krankheit besser umzugehen. Ebenso können Strategien entwickelt werden, im Alltag besser mit der Krankheit zu leben. Zur Alltagsbewältigung ist es für Angehörige sinnvoll, sich zu dem Thema beraten zu lassen und sich Unterstützung zu holen.

Lewy-Körperchen Demenz

Ursache: Bei dieser Demenzform werden die Nervenzellen, vor allem in der Großhirnrinde und im Hirnstamm, zerstört. Dabei ist vor allem die Bildung des Nervenbotenstoffs Dopamin, ähnlich wie bei der Parkinson-Erkrankung, verringert. Der Nervenarzt und Forscher Friedrich Lewy beschrieb erstmalig die Krankheitssymptome. Er entdeckte auch die für diese Erkrankung typischen Ablagerungen in den Nervenzellen, die sogenannten Lewy-Körperchen.

Symptome: Die Betroffenen leiden häufig schon in der frühen Phase unter optischen Halluzinationen, die sehr detailreich sind und häufig wiederkehren. Erkrankte zeigen zudem sehr starke Schwankungen in ihrer Aufmerksamkeit und ihrem Konzentrationsvermögen. Diese können je nach Tagesform sehr unterschiedlich ausfallen. Auch andere Parkinson-ähnliche Symptome, wie eine erhöhte Muskelspannung und -steifigkeit, unwillkürliches Zittern der Hände in Ruhe oder auch sehr langsame Bewegungen allgemein, können auftreten.

Diagnostik: Die Diagnostik erfolgt hauptsächlich anhand der Auswertung der Symptome und des Krankheitsbildes. Eine Blutuntersuchung, Liquourpunktion und bildgebende Verfahren können nur zum Ausschluss anderer Krankheiten eingesetzt werden und liefern in der Regel keine spezifischen Hinweise. Bei Verdacht kann jedoch ein spezielles CT-Verfahren, die Single-Photon-Emissions-Computertomographie, bei der Abgrenzung zu anderen Demenzformen weiterhelfen. Eine Besonderheit der Lewy-Körperchen-Demenz sind vor allem die auftretenden Halluzinationen und eine Unverträglichkeit gegenüber der Medikamentengruppe Neuroleptika. Falls beim Betroffenen Parkinson-Symptome auftreten, kann die Krankheit deutlich leichter von anderen Demenzformen abgegrenzt werden. Eine Abgrenzung der Lewy-Körperchen-Demenz von einer Parkinson-Erkrankung mit Demenz ist allerdings häufig sehr schwierig.

Behandlung: Für diese Demenzform gibt es keine spezielle Behandlung. In der Regel findet eine Behandlung wie bei einer Alzheimer-Demenz statt: Zur Behandlung des Abbaus der geistigen Leistungsfähigkeit werden bei der Alzheimer-Demenz in erster Linie so genannte „Antidementiva“ eingesetzt. Unter dem Aspekt „Medikamentöse Behandlungen“ finden Sie weitere ausführliche Informationen und Links zu diesem Thema. Bei der Lewy-Körperchen-Demenz muss insbesondere spezifisch über die individuelle Situation entschieden werden. Darüber hinaus können Medikamente zur Behandlung von Begleitsymptomen der Alzheimer-Demenz zum Einsatz kommen, sofern nicht-medikamentöse Behandlungsformen keine Wirkung zeigen. Bei der nicht-medikamentösen Behandlung  gibt es einige Möglichkeiten, wie Ergo- oder Physiotherapie, die genutzt werden können. Welche im Einzelfall passend ist, sollte gemeinsam mit den behandelnden Ärzten und gegebenenfalls mit den Therapeuten der nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten abgestimmt werden.

Umgang: Für Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, ist es wichtig, Wertschätzung zu erfahren. Häufig verbinden Menschen, die an Lewy-Körperchen-Demenz erkrankt sind, mit Erinnerungen an Ereignisse und Personen aus ihrer früheren Lebensgeschichte angenehme Gedanken  und ein Gefühl von Sicherheit, denn diese Erinnerungen sind häufig noch gut erhalten. Mit Hilfe von Biografie-orientierten Ansätzen und durch ein wertschätzendes Verhalten im Umgang mit Menschen, die an dieser Form der Demenz erkrankt sind, kann die Lebensqualität der Betroffenen unterstützt und gefördert werden. Das ist bei dieser Demenzform noch wichtiger als bei einer Alzheimer-Demenz, weil zum einen die Krankheit noch nicht so bekannt ist und zum anderen die Lebensqualität auf Grund der psychotischen Symptome, wie Halluzinationen noch geringer ist als bei anderen Demenzformen.

Krankheiten, die zu einer Demenz führen können

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die zu einer Demenzform führen. Hierzu zählen unter anderem:

Morbus Parkinson

  • Creutzfeld Jakob-Krankheit
  • Multiple Sklerose
  • Chorea Huntington
  • HIV

Darüber hinaus gibt es andere Erkrankungen, die zusätzlich Symptome ähnlich einer Demenz aufweisen.

  • Störungen der Schilddrüse
  • Störungen von Leber- und Nierenfunktion
  • Vitaminmangelkrankheiten, z. B. Vitamin B12-Mangel
  • Vergiftungen
  • Störungen des Elektrolythaushaltes
  • Chronische Infektionskrankheiten
  • Depression
  • Normaldruckhdrocephalus