Demenz - was ist das?

"Demenz" ist der Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen geistige Fähigkeiten wie Denken und Erinnern eingeschränkt sind. Das Wort Demenz stammt aus dem Lateinischen und meint "ohne Geist" (de=ohne; mens=Geist, Verstand). In dieser Bezeichnung kommt allerdings eine negative Grundhaltung gegenüber den betroffenen Menschen zum Ausdruck, die ihnen nicht gerecht wird. Denn Menschen mit Demenz haben durchaus ein Bewusstsein und nehmen ihre Umwelt und das, was mit ihnen geschieht, sehr sensibel wahr.


Die Hauptmerkmale einer Demenz sind Gedächtnis- und Orientierungsstörungen. Die häufigsten Zeichen sind dabei:

  • Verstärkte Vergesslichkeit
  • Orientierungsstörungen
  • Sprachstörungen


 Später kommen auch seelische Veränderungen hinzu wie:

  • Gefühlsstörungen
  • zum Teil auch Wahnvorstellungen


In vielen Fällen kommen neben diesen benannten Schwierigkeiten noch weitere Zeichen hinzu wie etwa:

  • Körperliche Unruhe,
  • Unsicherheit,
  • Interesselosigkeit oder
  • fehlende Organisation von Körperpflege und Kleidung.
  • Auch Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang können später auftreten.
  • Persönlichkeitsveränderungen können - abhängig von der Demenzform - manchmal auch im Vordergrund stehen,.


Da diese Zeichen sehr unklar sind und viele mögliche Ursachen haben können, legen internationale Richtlinien fest, wann man von einer Demenz sprechen kann. Die typischen Krankheitszeichen müssen hierbei:

  • länger als 6 Monate andauern,
  • sich fortlaufend verstärken und 
  • zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags führen.