Willkommen beim 14. Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Hörschädigung

 In Trägerschaft des
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Das Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Hörschädigung in Trägerschaft des MARTINEUM Ev. Seniorenzentrum Essen Steele arbeitet  seit April 2018  als  14. Demenz-Servicezentrum (DSZ) in NRW. Es  ist zuständig für ganz Nordrhein-Westfalen. Das Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Hörschädigung unterstützt gehörlose und hörbehinderte Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und alle, die Fragen zum Thema Hörbehinderung im Kontext Demenz und Pflege haben.
Ziel ist, dass gehörlose bzw. hörbehinderte Menschen wohnen und leben können, wie sie es sich wünschen, dass sie an der Gesellschaft teilhaben können und in ganz NRW die Unterstützung finden, die sie brauchen.

Das DSZ unterstützt nicht nur alle Demenz-Servicezentren in NRW, sondern auch MitarbeiterInnen, die in pflegerischen und gesundheitlichen Diensten arbeiten: Pflege- und Krankenpflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Beratungsstellen und im weitesten Sinne alle Personen, die im Kontakt mit gehörlosen/hörbehinderten Menschen sind. Für alle die Zielgruppen bietet das DSZ in Essen Beratung und Schulungen an, um für Kommunikation und Kultur von gehörlosen/hörbehinderten Menschen mit einer Demenz zu sensibilisieren. Es unterstützt außerdem bestehende und entstehende Netzwerke in der Arbeit mit hörbehinderten- und hörenden Menschen.
Ziel ist es, auf bestehende zielgruppenspezifische Angebote aufmerksam zu machen und weitere Dienste zu unterstützen, die sich die Arbeit mit und für gehörlose und/oder hörbehinderte Menschen einrichten möchten.

Das Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Hörschädigung in Essen versteht sich in diesem Sinne als Brücke zwischen Menschen mit Hörbehinderung und dem hörenden Gesundheits- und Pflegesystem. Es macht sich stark für eine Verbesserung der Lebensqualität von gehörlosen und hörbehinderten Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

Hintergrund

Die deutschlandweit angelegte Studie SIGMA (Situation gehörloser Menschen im Alter, 2006-2009) der Universität zu Köln belegt, dass gehörlose Menschen in der Regel von grundlegenden ambulanten und stationären Versorgungsleistungen insbesondere aufgrund von Kommunikationsbarrieren ausgeschlossen sind. Ergebnis ist weiterhin, dass gehörlosen Menschen vor allem im Kontext Demenz oftmals mögliche Leistungsansprüche oder Hilfen nicht bekannt sind und spezifische gebärdensprachliche, kulturell angepasste Beratungs-, Betreuungs- und Entlastungsangebote sowie adäquate diagnostische Instrumente fehlen. Somit werden gehörlose Menschen mit Demenz fast immer im bestehenden Leistungssystem versorgt, ohne Kenntnisse der besonderen kulturellen und kommunikativen Bedürfnisse.

Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde das Konzept eines Kompetenzzentrums entwickelt, dessen langjährige praktische Arbeit nun bestätigt hat, dass bei gehörlosen Menschen von einem hohen Informationsbedarf zu Themen des Alters sowie zu möglichen Hilfen bei eintretender Pflegebedürftigkeit und dementiellen Veränderungen auszugehen ist. Grundsätzlich stellt die bei einer Gehörlosigkeit veränderte kommunikative Situation eine große Hemmschwelle für die Betroffenen dar. Institutionen des Gesundheitswesens sind in der Regel nicht auf die spezifischen Bedürfnisse gehörloser Menschen mit Demenz ausgerichtet.

Das Demenz-Servicezentrum führt die Arbeit des Kompetenzzentrums fort und ist Ansprechpartner für alle Menschen mit einer Hörbehinderung in NRW.

Den Flyer zum DSZ erhalten Sie hier