08.02.2010
Bundesfamilienministerin Köhler will Pflegeteilzeit
Bundesfamilienministerin Kristina Köhler will Berufstätigen die Pflege von Angehörigen durch ein Teilzeitmodell erleichtern. "Gerade in Zeiten von Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit können solche Teilzeitmodelle im Interesse von Unternehmen und Beschäftigten sein.» Risiken, dass ein Arbeitnehmer nach der Pflege-Phase ausscheidet, ohne den zuviel erhaltenen Lohn abgearbeitet zu haben, will die Ministerin durch Fonds-Lösungen absichern. Die "Pflegeteilzeit" soll so funktionieren: Während der Zeit, in der jemand einen Angehörigen pflegt, soll er 50 % arbeiten. Damit keine finanziellen Engpässe entstehen, sollen aber 70 % des bisherigen Gehalts gezahlt werden. Nach der Pflege-Phase arbeitet der Betreffende dann wieder voll, bekommt aber nur 80 Prozent Lohn. Köhler kündigte an, das Pflegezeitgesetz auszubauen. Bislang kann ein Arbeitnehmer höchstens ein halbes Jahr aus dem Beruf ausscheiden.
Weitere Informationen: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=133716.html




