Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten gibt es bei jüngeren Menschen mit Demenz zu älteren Menschen mit Demenz?

Der größte Unterschied zwischen jüngeren Menschen mit Demenz (35 bis 65 Jahre) zu älteren Menschen mit Demenz (ab 65 Jahre) besteht in der Lebenssituation, in der sie sich befinden. Jüngere Menschen mit Demenz stehen in der Mitte ihres Lebens – sie sind meist noch berufstätig, erziehen z.T. noch minderjährige Kinder oder haben Kinder die sich noch in der Ausbildung befinden und haben vielfältige finanzielle und soziale Verpflichtungen. Die Lebenslagen älterer Menschen mit Demenz sind von Unabhängigkeit geprägt.

Die Symptome der Demenz wirken sich unabhängig vom Alter auf die Alltagsgestaltung der Menschen aus. Das Bedürfnis des Austauschs bezüglich der sich ergebenen Erfahrungen ist bei den Teilnehmern der SHG unabhängig vom Alter gegeben. Der Wunsch nach einer Aufgabe, nach Austausch und Aktivität wird von allen Altersgruppen beschrieben.

Gerade junge Menschen mit Demenz äußern häufig, dass sie sich in Settings mit einer überwiegend hochaltrigen Klientel nicht passend fühlen. Ein Austausch mit gleichaltrigen wird als Wunsch angegeben. Demenz ist nicht gleich „alt“.

Ist es machbar/sinnvoll, speziell Selbsthilfegruppen für Menschen mit Migrationshintergrund anzubieten?

Da der kulturelle und soziale Kontext in der Demenz an Bedeutung gewinnt, ist zu überlegen, ob es ein spezielles Angebot für Menschen mit Migrationshintergrund geben kann. Hier muss darauf geachtet werden, dass es Gruppen sind, die den gleichen kulturellen Hintergrund haben. Damit ergeben sich häufig folgende Herausforderungen:

- ausreichend Teilnehmer finden, so dass ein Angebot bestehen kann.

- den Zugang zu den Migranten zu finden.