Als Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz werden im Folgenden Gruppen verstanden, die es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen, sich über Erfahrungen und Sorgen auszutauschen und emotionale Unterstützung zu erfahren. Wesentlich für Selbsthilfegruppen ist dieser freie Austausch, der sie als Intervention von therapeutischen Gruppen oder Schulungsgruppen abgrenzt.

Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz werden in Deutschland (Wißmann 2010) wie auch international (Toms et al. 2015) sehr unterschiedlich gestaltet. Sie können in ihren Themen mehr oder weniger strukturellen Vorgaben folgen, auf eine bestimmte Anzahl von Sitzungen begrenzt oder zeitlich offen sein, ausschließlich für Personen mit Demenz angeboten werden oder auch pflegende Angehörige einschließen. Dabei wird aus Veröffentlichungen zu Gruppen nicht immer deutlich, wie sich der freie Austausch unter den Betroffenen zu gegebenenfalls therapeutischen Zielen oder Schulungsaspekten verhält.

Aufgrund dieser unterschiedlichen Formate lassen sich die Gruppen nur schwer miteinander vergleichen. Dies muss berücksichtigt werden, wenn nach der Wirksamkeit von Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz gefragt wird.

Helfen Selbsthilfegruppen bei der Bewältigung von Demenz?

Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz sollen die Betroffenen unter anderem darin unterstützen, mit den Symptomen der Demenz besser umgehen zu können. Wissenschaftliche Studien, die offene Antworten oder Gespräche von Teilnehmerinnen und Teilnehmern auswerten, bestätigen diese unterstützende Funktion von Selbsthilfegruppen (...)

Hier finden Sie den ausführlichen Artikel zur Thematik Selbsthilfe und Bewältigung von Demenz.

Fördern Selbsthilfegruppen die Bereitschaft, Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen?

Selbsthilfegruppen wollen Menschen mit Demenz darin unterstützen, selbstbestimmt mit ihrer Demenz umzugehen. Viele Gruppen thematisieren dabei ausdrücklich auch die Planung der pflegerischen Versorgung (Zarit et al. 2004; Gaugler et al. 2011; Young et al. 2014; Laakkonen et al. 2016) (...)

Hier finden Sie den ausführlichen Artikel über die Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten.

Fördern Selbsthilfegruppen die Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz?

Das Praxiskonzept einer unterstützten Selbsthilfe beruht auf der Annahme, dass Menschen mit Demenz unter angemessenen Bedingungen über ihre Situation sprechen wollen und können. Der freie Austausch unter Gleichbetroffenen soll dabei die Selbstbestimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fördern (Wißmann 2010; Hartmann-Preis und Riedemann 2013) (...)

Hier gelangen Sie zum ausführlichen Artikel über Selbstbestimmung von Demenzerkrankten und Selbsthilfe.

Profitieren Angehörige von Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz?

International schließen Konzepte zu Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz häufig die Teilnahme von pflegenden Angehörigen mit ein (Yale und Snyder 2002; Zarit et al. 2004). Es handelt sich dabei um Gruppen mit thematisch vorgegebenen Strukturen. Die pflegenden Angehörigen und Personen mit Demenz treffen sich zeitweise in parallel stattfindenden getrennten Sitzungen, kommen aber auch zusammen, um sich über die besprochenen Themen auszutauschen. Ziel ist es, das Verständnis für eine Demenz und die Kommunikation zwischen der Person mit Demenz und ihrem pflegenden Angehörigen zu verbessern und die Paare im Umgang mit der Demenz zu stärken (...)

Hier gelangen Sie zum ausführlichen Artikel über Angehörige von Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz.