Was ist Selbsthilfe?

Selbsthilfe beschreibt die Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation aus eigenen Kräften sowie den Wunsch als auch die Fähigkeit, die eigenen Interessen, Wünsche, Bedürfnisse, Perspektiven und Positionen als Experte in eigener Sache selbstverantwortlich zu formulieren und auch zu vertreten.

Für das Selbsthilfeprinzip charakteristisch ist das freiwillige gemeinsame Treffen von Gleichbetroffenen in einer Gruppe zum gemeinsamen, selbstbestimmten Austausch und der gegenseitigen Stärkung, um die Lebensqualität zu verbessern.

Selbsthilfe ist keine Fremdhilfe, sondern nutzt das Selbsthilfepotential der Betroffenen.

Was sind Selbsthilfegruppen?

Selbsthilfegruppen sind selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben und gemeinsam etwas dagegen bzw. dafür unternehmen möchten. Typische Probleme sind etwa der Umgang mit chronischen oder seltenen Krankheiten, mit Lebenskrisen oder belastenden sozialen Situationen.

Grundsätze von Selbsthilfegruppen
  • Annahme der Erkrankung,
  • Vertrauen,
  • Gleichbetroffenheit,
  • Freiwilligkeit,
  • Selbstverantwortung und Selbstbestimmung,
  • Regelmäßigkeit.
Warum Selbsthilfe für Menschen mit beginnender Demenz?

Es gibt viele Angebote zum Austausch und Lernen für die Angehörigen, aber für die Betroffenen gibt es überwiegend Betreuungsangebote. Auch Menschen mit Demenz haben ein Recht auf eine eigene Meinung und Perspektive und möchten sich mit „Ihresgleichen“ austauschen, um ihre Selbsthilfepotentiale zu erhalten bzw. zu fördern.

Warum „Unterstützte Selbsthilfe“ für Menschen mit beginnender Demenz?

Die kognitiven Veränderungen bei Menschen mit Demenz machen ein Begleiten der Gruppe durch eine/n professionellen Moderator/in erforderlich. Organisation und Planung der Gruppe können unter Umständen bei Menschen mit Demenz zu Überforderungen führen und damit die eigentlichen Gruppenaktivitäten be- als auch verhindern.